Winterausflug in die Wildnis von Penåsa
Aber spulen wir ein bisschen zurück, denn der Ausflug begann eigentlich schon am Vortag, als wir nach Isgärde fuhren, um Öland-Weizen zu kaufen. Daraus backten wir dieses ganz einfache, falsche Sauerteigbrot mit Würze, das wir in unserem Proviantkorb dabei hatten. Wir aßen das Brot mit unseren Lieblingsleckereien aus dem Öland-Feinkostladen: Tomatenmarmelade von Birgittas Matbod und die Käsesorten Röd Alvar und Carla von Ölands Kitchen Dairy in Alby.
Isgärde liegt an der Straße hinunter nach Stora Rör. Dort kann man Ölandsvetet kaufen und mit Swish bezahlen. Ölandsvetet ist besonders protein- und nährstoffreich. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann dies hier nachlesen. hier auf der Website für Isgärde Kvarn.
Einkaufen vom Feinsten! Hier finden Sie das Rezept für falsches Sauerteigbrot mit Würze.Und falls Sie in einem Teil Schwedens leben, wo Sie keinen Öland-Weizen bekommen können, gelingt das Brot auch mit normalem Weizenmehl.
Am nächsten Tag breiteten wir unser frisch gebackenes Würzebrot aus, füllten heißen Glühwein in die Thermoskanne und machten uns auf den Weg nach Penåsa.
Nach einem kurzen Spaziergang von wenigen hundert Metern erreichten wir den Rastplatz. Dort gab es nicht nur schöne alte Steinruinen, sondern auch Bänke, einige Feuerstellen zum Grillen und eine kleine Außentoilette. Jeder von uns fand einen Stock, um Marshmallows über dem Feuer zu grillen.
Marshmallows rösten gehört zum Winter dazu!
In den USA ist es üblich, S'mores zuzubereiten und geröstete Marshmallows zwischen Graham-Cracker zu legen. Wir haben stattdessen frisch geröstete Marshmallows zwischen zwei Lebkuchenkekse gelegt, und es hat fantastisch geschmeckt!
An den alten Hausfundamenten kann man stehen bleiben und bis vierundzwanzig zählen, bevor man nach der großen Schwester sucht. Penåsa ist wirklich ein tolles Ausflugsziel für Familien mit Kindern. Wer nicht Verstecken spielen möchte, kann auf einem Balancierbalken auf einem alten Hausfundament balancieren.
Wir fuhren dann weiter in Richtung des verlassenen Dorfes. Tatsächlich liegt das verlassene Dorf trotz der alten Hausfundamente ein Stück vom Rastplatz entfernt. Die Hausfundamente am Rastplatz stammen hingegen von einem ehemaligen Wärterhaus aus der Zeit, als die Ölandbahn noch in Betrieb war.
Mit Kindern, Hund und Picknickkorb brauchten wir vom Rastplatz bis zum verlassenen Dorf wohl etwa zehn Minuten. Wir sind durch den Wald gelaufen, man kann aber auch der holprigen Straße außerhalb des Rastplatzes folgen.
Der Waldweg war wirklich schön, und wir freuen uns schon darauf, im Frühling wiederzukommen, wenn die Schnepfen blühen, um den malerischen Pfad entlang des Baches auch dann noch zu erleben. Jede Jahreszeit hat ihren Reiz, und die tiefstehende Wintersonne tauchte Alvaret in ein sanftes, wunderschönes Licht, als wir die kleine Brücke überquerten.
Man kann jederzeit eine Clementinenpause einlegen, selbst nach einem Kaffee. Nach ein paar Clementinen machten wir uns auf den Heimweg, wärmten uns auf und freuten uns, einen neuen Lieblingsplatz entdeckt zu haben, den wir bald wieder besuchen möchten.