Das Wrack der Swiks – eine gestrandete Legende auf Nordöland

Das Wrack der Swiks – eine gestrandete Legende auf Nordöland

Am Strand von Trollskogen im Norden Ölands liegen die Überreste der Swiks – des Dreimastschoners, der hier im Winter 1926 auf Grund lief. Heute ist das Wrack ein stilles Mahnmal für die Kräfte des Meeres, die Bedingungen der Schifffahrt und das dramatische Ereignis, das die Swiks zu einer der bekanntesten Strandungslegenden Ölands machte.

Die Swiks, auch Swix genannt, war ein 1902 in Upesgrīva, Lettland, gebauter Åland-Dreimastschoner aus Kiefern- und Eichenholz mit verzinkten Eisenbolzen. Während ihrer 24 Dienstjahre umsegelte sie mit wechselnder Ladung und unter verschiedenen Eignern die Welt, ist heute aber vor allem für ihre letzte Reise bekannt.

Am 21. Dezember 1926 geriet die Swiks auf ihrer Heimreise von Deutschland nach Mariehamn zu Weihnachten vor der Nordostspitze von Öland in einen schweren Schneesturm. Bei stürmischem Wetter versuchte die Besatzung, das Kap zu umrunden, um Schutz zu finden. Dabei geriet das Schiff jedoch zu nah ans Ufer und lief in den Sanddünen vor der Küste auf Grund. Die siebenköpfige Besatzung konnte sich mit einem Rettungsboot an Land retten und wanderte durch den dichten Wald von Trollskogen, bevor sie in einer Hütte in Grankulla Unterschlupf fand.

Das Wrack lag lange Zeit am Ufer, bis ein Wintersturm in den 1950er Jahren es an Land spülte, wo es schließlich in zwei Teile zerbrach. Heute sind noch Teile der „Swiks“ zu sehen. Sie liegt auf dem Kiesstrand, wohin Stürme sie im Laufe der Jahre verlagert haben.